Heiligenberg surft jetzt mit Glasfaser
Feierliche Inbetriebnahme des „Weißen-Flecken-Glasfasernetzes" in Heiligenberg (v.l.n.r.): Martin Papendieck (Stellv. Regionalleiter, aconium GmbH), Dennis Außerhofer (TeleData GmbH), Denis Lehmann (Bürgermeister Heiligenberg), Ingo Wörner (Geschäftsführer Wörner GmbH), Katharina Manthey (Referentin, Innenministerium Baden-Württemberg), Bernhard Schultes (Geschäftsführer Zweckverband Breitband), Mark Kreuscher (Prokurist Stadtwerk am See GmbH)
Das Glasfasernetz in Heiligenberg wurde in Betrieb genommen
Heiligenberg, 05. November 2026
Gemeinde Heiligenberg surft jetzt mit Glasfaser. Bisher unterversorgte Gebiete in Heiligenberg mit TeleData versorgt.
Ein bedeutender Schritt für die digitale Zukunft Heiligenbergs: Am 4. November 2026 feierten der Zweckverband Breitband Bodenseekreis (ZvBB) und seine Projektpartner die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes aus dem Förderprojekt „Weiße Flecken“.
Meilenstein im geförderten Breitbandausbau Bodenseekreis
Das Projekt, das auf modernster Glasfasertechnologie basiert, hat zum Ziel, die sogenannten „weißen Flecken“ – also Haushalte, die bislang mit maximal 30 Mbit/s surfen konnten – zu erschließen. Bereits im November 2025 gingen die ersten Adressen in der Gemeinde online. Ab sofort ermöglicht das millionenschwere, von Bund und Land geförderte Ausbauprojekt circa 470 bislang unterversorgten Wohn- und Gewerbeeinheiten in den Ortsteilen Katzensteig, Rickertsreute, Oberboshasel, Rehna und Hermannsberg einen deutlich schnelleren Zugang zum World Wide Web (www). Konkret bedeutet das: Erschlossene Privathaushalte profitieren jetzt bei TeleData von Datenübertragungsraten bis zu einem Gbit pro Sekunde. Für Gewerbetreibende sind sogar noch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. „Mit dem Ausbau schaffen wir die Grundlage dafür, dass Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in den betroffenen Ortsteilen dauerhaft von einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur profitieren können. Projekte wie dieses zeigen, wie wichtig die gemeinsame Zusammenarbeit von Bund, Land, Kommune und Projektpartnern für die digitale Entwicklung des ländlichen Raums ist“, sagt Bernhard Schultes, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitband Bodenseekreis (ZvBB).
Einzig der später in das Projekt aufgenommene Bauabschnitt 6 befindet sich derzeit noch in der Umsetzung. Dort laufen aktuell die verbleibenden Tiefbau- und Verkabelungsarbeiten sowie nachgelagert die Inbetriebnahme-Schritte. Die Anbindung der Anschlüsse erfolgt daher entsprechend des weiteren Baufortschritts zu einem späteren Zeitpunkt.
Glasfaserausbau aus einer Hand
Als Generalübernehmer verantwortete das Stadtwerk am See den Glasfaserausbau in Heiligenberg und führte alle Projektfäden zusammen. Gemeinsam mit dem Tiefbauunternehmen Wörner baute das Stadtwerk rund 40 Kilometer Trasse und verlegte knapp 100 Kilometer Leerrohre. „Heiligenberg setzt schon lange auf Glasfaser – und wir haben den Ausbau von Anfang an vorangetrieben: Bereits 2015 haben wir gemeinsam mit TeleData im Rahmen der Gas- und Glasoffensive erste Ortsteile ans Netz gebracht“, sagt Mark Kreuscher, Bereichsleiter „Netze“ beim Stadtwerk am See. Mit dem Weiße-Flecken-Förderprojekt startete 2022 die nächste große Ausbaustufe. „Gut vier Jahre später profitieren jetzt auch die bislang unterversorgten Ortsteile von schnellem Internet. Ein starkes Plus für Heiligenberg als Wohn- und Wirtschaftsstandort.“
Nach der Netzübergabe konnte die TeleData das Netz in kürzester Zeit betriebsbereit machen. Als Bürgermeister der Gemeinde Heiligenberg zeigt sich Denis Lehmann erfreut über den rasch vorangeschrittenen Breitbandausbau. „Die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes ist ein großer Erfolg für unsere Gemeinde. Was vor einigen Jahren mit der Planung begann, wird heute für viele Menschen konkret erlebbar. Moderne digitale Infrastruktur schafft neue Möglichkeiten für Familien, Unternehmen und das Arbeiten von zu Hause. Heiligenberg ist damit für die kommenden Jahre bestens aufgestellt und geht konsequent den Weg in die digitale Zukunft weiter.“
Hochleistungsfähiges Netz statt „weißer Flecken“
Die Investitionskosten des gesamten Projekts belaufen sich auf rund 11 Mio. Euro, wobei fast 90 Prozent dieser Summe über Fördermittel von Bund und Land finanziert wurden.
Bei einer Zusammenkunft aller Projektbeteiligten sowie den Fördermittelgebern wurde nun die Inbetriebnahme gefeiert. Hierbei kamen die Vertreter:innen im Rathaus in Heiligenberg zusammen. Gemeinsam gaben sie mit einem Druck auf den TeleData-Buzzer auch den symbolischen Startschuss für die neu gebaute Dateninfrastruktur. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Knopfdruck jetzt so richtig loslegen dürfen. Die Bürgerinnen und Bürger können von uns starken Service, einmalige Angebote und vor allem turboschnelles Internet erwarten“, so Armin Walter, kaufmännischer Geschäftsführer bei TeleData.
Nach weiß kommt grau
Mit den „weißen Flecken“ ist es in Heiligenberg noch nicht getan: Die Verantwortlichen sind bereits an der nächsten Phase des Ausbaus, um noch mehr Haushalte und Unternehmen an das schnelle Internet anzuschließen. Aktuell gilt es die sogenannten „grauen Flecken“ im Rahmen des Förderprojektes auszubauen. Das sind Haushalte mit Internetgeschwindigkeiten von derzeit bis zu 100 Mbit/s. Diese sollen bis Mitte 2027 in Betrieb genommen werden.
Sie möchten sich über mögliche Highspeed-Tarife informieren? Weitere Informationen finden Sie unter teledata.de.
Die Fördermittelgeber des Bauvorhabens